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Die
wahren Entführer von Ararat sitzen in Ankara
Die
türkische Regierung bemüht sich, ein Friedensabkommen zwischen Syrien und
Israel, durch Verhandlungen, zu
erreichen. Sie spricht dabei viel von Nachbarschaft, Zusammenleben der Völker,
Frieden und zivilisierten Verhalten, um sich vor den Augen der Welt als
Friedensstifter zu zeigen. Sie bewegt sich, wie ein Himmelsengel überall,
auf dem Balkan, Tchechenien, Gazastreifen, Libanon und in der ganzen
islamischen Welt, aber sie macht keinen Schritt weiter auf dem Weg zu einer
friedlichen Lösung der Kurdenfrage, welches die Türkei wirtschaftlich,
sozial, kulturell und politisch destabilisiert.
Diese
Regierung, die sich als Sieger fühlt, nach der Verhaftung und Abschleppung
des PKK Chefs Herr A. Öcalan, vor mehreren Jahren, und das Problem eines
gesamten Volkes auf eine Art von „Terroristischen Handlung einer Gruppe
von Vaterlandsverräter!“ reduziert, unterstützt alle türkischen Firmen,
die im irakischen Kurdistan Fuß fassen und für sich die notwendigen
Genehmigungen für ihre Tätigkeiten von den kurdistanischen Behörden
besorgen, aber selbst das Wort „Kurdistan“ nie benutzt und die kurdische
Regional Regierung dort nie anerkennt, gleichwohl ob die irakische
Verfassung diese Regionalregierung als rechtsmäßigen Vertreter des
kurdischen Volkes im föderalen Irak vorsieht. Die Türken lehnen es sogar
ab, dass ein iranisches Flugzeug mit Namen „Kurdistan“ auf türkischen
Flughäfen landet. Der
erfahrene kurdische Abgeordnete im irakischen Parlament
Dr. Mahmud Osman sieht, dass ein Treffen zwischen dem türkischen
Ministerpräsident Erdogan, der nach Irak gekommen ist, und dem kurdischen
Präsident im irakisch Kurdistan, Herrn Masud Barzani, nützlich ist, und
kann die bewaffneten Aktivitäten der PKK Anhänger, die seit 1984 gegen die
türkische Militär kämpfen, auf ein Minimum bringen und den Weg zu
direkten Verhandlungen zwischen der türkischen Regierung und der PKK Führung
ebnen. Dies bedeutet: Man kann auf diese Art und Weise an die Wurzel des
Problems gehen und friedlich unter sich lösen, weil Herr Barzani eine sehr
wichtige Rolle bei solchen Friedensbemühungen spielen kann. Man soll ihm
beweisen, dass die türkische Regierung ein wahrer Friedensstifter ist. Zu
Hause, sowie auch in der restlichen Welt. Eine Lösung des kurdischen
Problems wird die bewaffneten Auseinandersetzungen beenden und die Gründe für
die Ausübung von solchen unakzeptablen Aktionen, wie die Entführung von
Touristen, entziehen. Der Beweis dafür ist die Lage der Kurden im heutigen
Irak. Sie haben jahrelang mit der Waffe gekämpft, aber nachdem
Absturz vom Saddam Hussein und der Anerkennung der nationalen Rechten des
kurdischen Volkes durch die irakische Verfassung,
sind die Kurden mit ihren militärischen Kräften ein wichtiger
Faktor für die Bildung eines neuen, föderalen und demokratischen Irak. Die
türkische Regierung hat dies erkannt und
kann es nicht leugnen, aber sie besitzt die Courage nicht, um die
Wahrheit zu akzeptieren und darauf eine neue Kurden-Politik aufzubauen. Das
Entführungsproblem der deutschen Bergsteiger kann schnell vom Tisch, wenn
die türkische Regierung dieses Problem nicht als ein Konflikt zwischen der
deutschen Regierung und der PKK Führung sieht, sonder als einen Teil des
gesamten Kurdenproblems, welches in der Türkei seine Gründe und Wurzeln
seit der Entstehung der modernen türkischen Republik hat. Sie darf ihre
misslungene Politik gegenüber dem kurdischen Volk nicht auf Kosten der
deutschen oder anderer Touristen weiter betreiben. Die Entführung der
deutschen Urlauber in einem Kriegsgebiet ist keine kurdisch-deutsche
Angelegenheit, sonder ein Türkei-Problem, dass andere mit sich bezieht. Die
türkische Regierung kann sich der Verantwortung nicht entziehen. Ja, es
gibt Fehler auf beiden (kurdischen und deutschen) Seiten aufgrund des
Verbots des kurdischen Senders ROJ TV passiert, aber der Hauptdarsteller auf
dieser Theaterbühne ist weder der deutsche Innenminister, noch die PKK-Kämpfer
um Ararat, sondern die türkische Regierung und niemand sonst. Über
diese verkommene und rassistische
Politik der Türkei gegenüber Kurden und Kurdistan, muss man sich mit
Ankara auseinandersetzen, nicht um die unbeteiligten Bergsteiger von Ararat
freizubekommen, sondern um die Tür zu noch schlimmeren Akten in der Zukunft
für immer zuschließen.
11.07.2008 ___________________________________________________
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