Überarbeitete
Neuauflage
In
Kurdistan ist eine der ältesten Religionen der Menschheit
beheimatet: die Religion der Yezidi. Auf Grund von Migration und
Vertreibung leben inzwischen aber auch in der Bundesrepublik
Deutschland zehntausende Anhänger dieser Religion. Hier dürfte
sie inzwischen nach Christen, Moslems und Juden die viertgrößte
Religionsgruppe sein. Bekannt ist einer breiten Öffentlichkeit
aber so gut wie nichts über sie. Lediglich von
„Teufelsanbetern“ oder einer „Geheimreligion“ wird
gemunkelt und alle paar Wochen verbreitet ein deutsches
Montagsmagazin Schauergeschichten über die Religionsgruppe.
Allenfalls weiß man noch aus der Lektüre Karls Mays, daß
die Yezidi irgendwo im „wilden Kurdistan“ beheimatet sind.
Johannes
Düchting, Vorstandsmitglied des Internationalen Zentrums für
Meschenrechte der Kurden, berichtet in seinem im November 2004
erschienenen Werk kenntnisreich über die Inhalte der yezidischen
Religion und die Geschichte des yezidischen Volkes. Der Autor zählt
zahlreiche Angehörige der Religion zu seinem Bekanntenkreis und
hat mehrfach die Heimatregion der Yezidi (zuletzt im September
2004 das im Nord-Irak gelegene religiöse Zentrum von Sheikh Adi)
besucht. Schwerpunkt des ersten Teils des auf zwei Bände
konzipierten Werkes sind
die Inhalte und die Praxis der yezidischen Religion, die der Autor
im Vergleich mit zahlreichen anderen kurdischen und nah-östlichen
Religionen darstellt, die Einfluß auf die Yezidi-Religion
genommen haben, aber auch von dieser beeinflußt worden sind.
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