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Haydar
Isik, geboren am 1. September 1937, stammt aus dem hauptsächlich
von alevitischen Kurden bewohnten Gebiet DERSIM (türkisierter Name:
Tunceli) in Türkisch-Kurdistan.
Nach einem
Pharmaziestudium und dem Studium zum Lehramt kam er Ende 1974 nach München.
Er unterrichtete Türkisch in einer Realschule. Jetzt ist er als
freier Schriftsteller und Kolumnist einer türkischsprachigen
Tageszeitung tätig.
Sein
erster Roman " Dersimli Memik Aða " erschien in Istanbul
in türkischer Sprache. Er wurde drei Wochen nach seinem Erscheinen
in der Türkei verboten. Der A 1 Verlag in München brachte das Buch
in deutscher Sprache heraus unter dem Titel
"Der Agha aus Dersim".
Hiervon
ist zur Zeit die zweite Auflage im Handel. Es gibt ebenfalls eine
kurdische Fassung des Romans.
1996
erschien Haydar Isik s Roman "DERSIM TERTELESI" in
Istanbul. Auch dieses Buch wurde schnell verboten. Für die
Verlegerin, Ayse Nur Zarakolu, die 1998 den Verlegerpreis der
internationalen Buchmesse in Frankfurt erhielt, wurde in der Türkei
eine Haftstrafe von acht Monaten gefordert. Dieses Buch wurde in
Dezember 2002 auf der Buchmesse Frankfurt in deutscher Sprache unter
dem Titel
„Die Vernichtung von Dersim“
vom
Unrast Verlag verlegt.
Haydar
Isik schrieb auch einen Band Kurzgeschichten "Almanya`da
Yitenler". Das Buch wurde in deutscher Sprache unter dem Titel
"Verloren in Deutschland"
im ArArat
Verlag in Winterthur (Schweiz) verlegt.
Außerdem
wurden die Romane von Isik "Safaðý Beklemeyeceðiz"
„Wir warten nicht auf die Morgendämmerung“ und
"Ronahi" in Türkisch veröffentlicht.
Im
Dezember 2002 ist sein Roman
„ÞERKOY`dan Sultan SELAHADDIN EYYUBIYE“
in
Istanbul erschienen. Im Februar 2004 ist sein letzter Roman
„SON SIÐINMA“ erschienen.
Isik
hat auch mehrere Bücher vom Deutschen ins Türkische übersetzt.
Er war
von 1996 bis Feb.1998 Vorsitzender des Kurdischen PEN Zentrums und
ist Mitglied des Kurdistan Nationalkongresses und seit Nov.2003
Mitglied des Volkskongress Kurdistans.
In dem
von der Stadt München geförderten Literaturarchiv und Bibliothek
MONACENSIA wurde am 2.März 2000 eine Anthologie
"Fremd(W)orte" für zehn hier lebende
ExilschriftstellerInnen, unter denen auch Isik ist, herausgegeben.
Diese wurde mit einer Ausstellung unterstützt.
Aufgrund
mehrerer Veröffentlichungen, hauptsächlich zum Thema Rassismus in
der Türkei, wurde Isik nach dem Militärputsch ausgebürgert, seine
gesamte Habe versteigert. Isik ist seit 1984 deutscher Staatsbürger.
Haydar
Isik ist verheiratet und hat drei Kinder.
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