Die
schriftliche Form
Die klassischen Werke der kurdischen Dichter
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| - Feqiyê Teyran, gelebt von 1590 bis 1660 |
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| - EHMEDÊ XANÎ, gelebt von 1651 bis 1707 |
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Die überlieferte Literatur der Kurden muß man in eine schriftliche und eine mündliche Form aufteilen. Die schriftliche Form setzt sich im großen und ganzen aus den Werken kurdischer Dichter, die in die Zeit des Mittelalters zurückgehen, zusammen. Die ältesten, uns bekannten Gedichte gehen an BABA TAHIRÊ HEMEDANÎ, gelebt von 935-1010 und ALI HARIRI zurück. Harîrî lebte von 1009 bis 1078, geboren und gestorben im Dorf HARIR in Zentralkurdistan, im heutigen Gebiet Hakari. Ihm folgen andere Dichter, die meistens im Hofe der großen Fürsten und Prinzen gelebt haben. So der große Dichter Melayê Cizîrî, der im Hof der Ezîzan Fürsten in Cizîre an der Roten Schule gelehrt hat. Er lebte von 1570 bis 1640 und war Anhänger des Sofismus, eine Philosophie, die dem lieben Gott, in Frauengestalt, ihre Liebe und Dienste erweist. Melayê Cizîrî ist der größte kurdische Dichter der Klassik. Zwei Gedichtbänder von ihm sind uns bekannt. Ihm folgt der zweite große Dichter Ehmedê Xanî, gelebt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, Gründer der kurdischen Nationalidee. Die kurdische nationale Befreiungsbewegung bezieht sich heutzutage noch auf Ehmedê Xanî, der die kurdischen Fürstentümer zur Einheit aufgerufen hat, um sich in eine Zentralmacht zu etablieren. Sein bekanntestes Werk "Mem û Zîn“ wurde in mehrere Sprachen übersetzt (dazu etwas später).
„Nûbara Bicûkan“ heißt sein Buch, das er für die kurdischen Kinder geschrieben hat, um ihre Muttersprache in schriftlicher Form zu lernen.
Ehmedê
Xanî
Seine
Werke und Ideen
Seine
wichtigsten Werke
Mem
û Zîn(liebes
Drama wie Romeo und Julia),
Nûbara Biçûkan(Kinderbuch),
Eqîda Îmanê(Ideologie
und Glaube)
Eqîdeya Îslamê(die Glaube des Islams),
Fî Beyanî Erkanî Îslam(Grundlagen
des Islams)
Sein
Nationalbewußtsein in seiner Dichtung
Sein
Glaube, Ideen und seine Philosophie
Seine
Dichtung und seine Themen
Nach Ehmedê Xanî, ist uns,
eine große Anzahl kurdischer Dichter und Gelehrter mit ihren Werken bekannt.
Hier sind einige Beispiele:
- MELEYÊ BATÊ, 1417-1491
- NALÎ, 1797-1855
-
MELA MEHMÛD BEYAZÎDÎ, 1797 -
- KURDÎ, 1809-1849
- SÊX RIZA TALEBANÎ, 1842-1891
- HACÎ QADIRÊ KOYÎ, 1815-1892
- MELE MEHEMED KOYÎ, 1876-1943
- WEFAYÎ, 1838-1912
- XERÎQÎ, 1851-1907
- BEHÛD, 1878-1955
- ZÎVER, 1875-1948
- PÎREMÊRD, 1868-1950
- GORAN, 1904-1962
- DILDAR, 1918-1948
(Verfasser der
kurdischen Nationalhymne:
EY REQÎB)
- CEGERXWÎN, 1905-1984
- HEJAR, 1920-1991
- BÊKES, 1905-1948
- HÊMIN, 1921-1998?
Smaîlê Beyazîdî
Şeref-Xan
Mirad-Xan
Siyahpûş
SALIM
Kemal Fewzi
Memduh Selim
Xaris Bedlisi
Xelil Xeyali
Axayok
Mewlana Xalid
Mela Yehyayê Mizûrî
Mela Xalidê Sêrtî
Şex Evdilqadirê Geylanî
.........
Die erste kurdischsprachige
Zeitung erschien 1898 in Kairo. Seitdem haben die Kurden, auch wenn mit
Unterbrechungen, immer wieder Zeitungen, Zeitschriften und andere Publikationen
herausgegeben. Ab 1932 wird der Nord-Dialekt „Kurmanci“ in lateinischer
Schrift geschrieben. Der kurdische Wissenschaftler
Prinz Celadet Bedirxan hat diesen Schritt vollzogen und von 1932 bis zu seinem
Tode im Jahre 1957 mit anderen kurdischen Intellektuellen, mehrere Zeitungen und
Zeitschriften wie „HAWAR“ (Der Ruf), „Ster“ (Der Stern), „RONAHI“
(Das Licht) und Hêviya Welat (Hoffnung der Heimat) herausgegeben.
Aus der Tatsache, daß die
Kurden seit dem Mittelalter keine große Zentralmacht bildeten, haben viele
kurdische Dichter und Gelehrte in anderen Sprachen geschrieben, wie z. B.
Ibn-El-Esîr(in arabisch), Ibn-Xalikan(in arabisch), Şerefxan Bedlîsî(in
persisch), Idrîs Bedlîsî(in türkisch) Abu-El-Fida(der große Geograph in
arabisch) und Fizûlî (in persisch).
Dieser Zustand setzt sich auch
bis heute fort, so daß der größte Schriftsteller der Türkei Yasar Kemal
wieder ein Kurde ist, und der größte Romanschreiber in arabisch Selim Berekat
auch.
Aus der Tatsache, daß die kurdischen Dichter, bis auf wenige Ausnahmen, Absolventen ausländischer Schulen waren und unter Einfluß der islamischen Religion standen, so ist auch deren Sprache nicht rein kurdisch, sondern überfüllt mit fremden Lehnwörtern, so daß sie einen arabischen oder persischen Beigeschmack hat.
Die
mündliche Form
Kurdische Volkslieder
Meistens
Mündliche Überlieferungen.
Im Gegensatz dazu, haben die mündlich
überlieferten Werke eine viel reinere und verständlichere Sprache. Die Kurden
haben bis jetzt immer noch nicht den Reichtum und Wert dieser Werke erkannt. Die
ausländischen Kurdologen und Forscher sind viel früher darauf aufmerksam
geworden und haben diese Werke in europäische Sprachen, wie russisch, deutsch,
französisch, englisch, italienisch usw. übersetzt. Die Bemühungen von
Alexander Jaba, Hugo Makas, Oskar Mann, Hadank, Basil Nikitine, R. Lescot und
D.N. Mackenzie können nicht vergessen werden. Diese Werke sind in Form der
Volkslieder überliefert worden.
Der kurdische Literaturforscher
Hevindê Sorî meint, daß man die Entwicklungsgeschichte der Literatur der
Indo-Europäischen Völker in drei Phasen aufteilen kann:
1) Die gesungene Literatur
2) Erzählungen und Romane
3) Die komische, theatralische
und gespielte Literatur.
und meint, daß die Kurden die ersten beiden Phasen vollzogen haben jedoch die dritte noch nicht.
Memê Alan :
Zuerst hat A. Sosen 1890 "Memê Alan" in St. Petersburg in Deutsch herausgegeben. Nach ihm hat A. Von Le Coq in Deutschland im Jahre 1903 auch eine Version von Memê Alan herausgebracht. In den Jahren 1906-1909 hat Oskar Mann in Berlin in Mukri Dialekt und in Deutsch eine andere Version von Memê Alan, zusammen mit anderen Erzählungen wie „Xan Dumdum“ herausgegeben. Später, 1926, hat der Kurdenkenner Hugo Makas in Leningrad wieder Memê Alan den europäischen Lesern vorgestellt. Im Jahre 1936 haben einige armenische Kurdenkenner Memê Alan in Erivan auf kurdisch gedruckt. Und als letzter hat der französische Kurdenkenner Roger Lescot im Jahre 1942, nach 4-jähriger Arbeit in Beirut Memê Alan auf kurdisch und eine Übersetzung auf französisch herausgegeben. Diese letzte Version ist mit der Version der Volkserzählung am nächsten.
Die
meist bekannten Werke:
Cehferê Teyar(Xezala Mendalan),
Cehferê
Teyar(Xezala Mendalan), Dewrêşê
Evdî (Delal): Ein Epos, das
über Generationen fortgesetzt wird.
Es berichtet über den Wiederstand der Kurden gegen die Osmanen. Um die
historische Epoche zu beschreiben, zitieren wir den österreichischen
Schriftsteller Hans Hauser. Er schreibt in seinem Buch „Kurdistan - Schicksal
eines Volkes“, erschienen 1975, unteranderem folgendes:
Im Jahre 1983 jährt sich zum
300. Mal die Belagerung von Wien, und schon jetzt werden zahlreiche Exponate und
Festschriften vorbereitet. Es bleibt abzuwarten, ob wenigstens in einigen darauf
Bezug genommen wird, welcher Zusammenhang zwischen den Kurden und damit besteht,
daß diese Traktate überhaupt geschrieben werden können. Denn nach allen
Regeln ihres Eroberungskonzepts hätten die osmanischen Feldherren schon 1453,
unmittelbar nach dem Fall Konstantinopels, geradenwegs über die Einöden des
Balkans nach Wien marschieren müssen.
Doch die Wachposten in den walachischen und siebenbürgischen Dörfern, die seit langem durch türkische Mordbrennerbanden terrorisiert wurden, warteten in diesen Sommern vergeblich auf die Staubfahnen am östlichen Horizont, die das Herannahen der osmanischen Hauptarmee ankündigen würden. Hätten die europäischen Mächte schon damals einen funktionierenden Nachrichtendienst am Bosporus besessen, hätten sie gewußt, daß die Türken im Osten, an der entgegengesetzte Front ihres riesigen Reiches, beschäftigt waren, und daß die Bronzekanonen, Mörser und Steinwerfer, die eigentlich schon für die Belagerung der Donaumetropole gegossen waren, gegen die Felsnester Kurdistans in Stellung gezogen wurden.
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Evdalê
Zeynikê,
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Auch
in der Sammlung von
A. Von Le Coq vorhanden |
Die kurdischen Volkslieder können wie folgt klassifiziert werden:
- Heval: Hochzeitslieder
- Destan(Gorani): Epos (Heroic und Amorous)
Die letzte Gruppe des Volksepos
ist - literarisch gesehen - die wichtigste. Der beste Weg, um die Kurden und die
kurdische Gesellschaft kennen zu lernen ist die, sich die mündlich überlieferten
Lieder anzuhören.
-
Heldentum
(Heroic).
-
Liebe
(Amorous).
-
Schönheit
und Ästhetik.
-
Sitten
und Moral
(Ethik).
-
Sehnsucht.
-
Natur
(Landschaft, Tiere, ...).
-
Religion
(Frömmigkeit).
-
Sozialkritik.
-
Politik,
Patriotismus.
-
Rhythmisch.
-
Harmonisch.
-
Frei.
-
Hoch.
-
Ethnologie.
-
Ethnographie.
-
Kurdische
Literatur.
-
Geschichte.
-
Soziologie.
-
Erdkunde.
-
Philosophie.