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- „Tod in der
Luxuspassage“
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Gülsen Gülbeyaz
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- Ein weißhaariger,
alter Mann spricht mich an:
- -Was
tun Sie eigentlich?
- -ich
bin ein Wachmann,ich bewache.
- -Hinter
ihren Augen steckt mehr. Diese Leiche und ihre Blicke passen nicht
zusammen. Was machen Sie am liebsten?
- -ich
schreibe.
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- Süleyman Deveci
schreibt in seinen Roman „Tod in der Luxuspassage“ über einen
Wachmann, der in einer Luxuspassage arbeitet. Der Wachmann hält sich
selbst für einen einfachen uniformierten Wachmann. Jemand der unauffällig,
minderwertig, ein Herr Nichts ist. Er ist der Meinung, dass die Menschen
in ihrem üblichen Kreis- und Ablauf sterben, nicht durch
Gewalteinwirkung von außen.
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- Eines Tages wird in der
Passage, in der der Wachmann Öglücüoglu arbeitet, im Brunnen eine
Leiche gefunden. Öglücüoglu ist auch im Dienst an diesem frühen
morgen. Nicht nur die Leiche und die Stiuation in der Passage beschäftigen
den Wachmann. Er beobachtet wie alle Menschen um ihn herum mit ihm
umgehen, wie sie ihn behandeln und wie der Wachmann mit der Geschichte
umgeht und versucht als Mensch zu exsistieren.
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- Der Wachmann Öglücüoglu
spricht über seine innere Auseinandersetzung mit dem Tod. Er erzählt
von seinen Erfahrungen und philosophiert über den Tod. Diese
Erfahrungen und Errinerungen
begleiten ihn bis zum Schluss und prägen den Roman. Im Buch wird in
allen Ecken über den Tod geschprochen.
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- Der Wachmann
interessiert sich aber auch für Politik, liest gerne Bücher und
interessiert sich für die Gesellschaft. So setzt sich der Wachmann zum
Beispiel mit dem Thema Nachbarschaft auseinander und fragt sich: Wie
soll es sein? Wie gelingt es den Menschen gute nachbarschaftliche
Beziehungen zu haben? Fast jeder Zweite hat Ärger mit seinem Nachbarn.
Ist das nicht anormal? Gleichzeitig fantasiert er vom Mord an seinem
Nachbarn Herrn Sommer.
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- Der Wachmann ist ein
Kurde, der in der Türkei geboren ist, bis zu seiner Jugend dort gelebt
hat und in der Gegenwart in Deutschland lebt.
- Oft denkt er darüber
nach, wie einige Passanten
und Kollegen in der Passage mit ihm umgehen. So wie zum Beispiel über
die Aussage eines Passanten:
- „Sie sind
unfreundlich und arrogant. Für einen Ausländer sind Sie ganz schön
frech“
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- Süleyman Deveci
beschreibt in einer flüssigen und angenehemen Sprache die Erinnerungen
vom Wachmann, so dass der Wachmann nach einer Stunde lesen, fast ein
Bekannter oder ein guter Freund von mir wurde, der mich ständig fragte:
„Wer interessiert sich wirklich für das Leben nach dem Tod?“
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- Das Lesen des Buches
war fast wie eine Unterhaltung mit dem Wachmann.
Die Kindheits- und Jugenderinnerungen
des Wachmanns sind, obwohl sie sehr hart und tiefgründig sind,
sehr gut dargestellt und auf den Punkt gebracht und regen zum
Nachdenken an.
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- Obwohl ich mich
zwischendurch von den Fragen geärgert oder überfordert fühlte, hat
gerade dieser Stil mich gefesselt. Durch das Frage-Spiel hat er es
geschafft, dass ich das Buch gern gelesen habe.
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- Süleyman Deveci
schreibt mit einem mittelscharfen Humor sehr offen über den Alltag. Ich
habe mich sehr über seinen ersten Roman gefreut. Und warte neugrieg auf
weitere Bücher von ihm.
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- Gülsen Gülbeyaz / 6.1.2009
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