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Kirkuk, die Ölstadt
im Nordirak: Kurden nennen sie „ihr Jerusalem“ und haben für
sie Tausende Menschenleben geopfert; irakische Araber sehen sie als
unverzichtbaren Teil des Gesamtiraks; die Turkmenen, unterstützt
von der Türkei, betrachten sie als „die Ihre“. Fast eine
Million Menschen leben hier auf einem Meer von Öl im Elend. Der
Streit um Kirkuk droht als Sprengstoff den Irak endgültig zu zerreißen
und die gesamte krisengeschüttelte Region in unabsehbare
Turbulenzen zu stürzen. Hier wird die Entscheidung fallen, ob
dieser einst von den Großmächten geschaffene Staat in einem
demokratischen System zusammenhalten kann oder ob er
auseinanderbricht.
Wem „gehört“
Kirkuk tatsächlich und welche historischen Ungerechtigkeiten und
Brutalitäten ballen sich hier explosiv zusammen? Auch die
Weltgemeinschaft ist gefordert, denn in Kirkuk geht es auch um
moralische Verpflichtung, die seltene Chance, historisches Unrecht
so weit irgend möglich wieder gut zu machen.
Historischer
Hintergrund, Ursachen der Konflikte, Positionen der Betroffenen und
interessierter Regionalmächte und die Versuche zu einer Lösung
werden in diesem Buch dargestellt.
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