Süleyman Deveci

Menschen aus der Geschichte der Kurden

 

Preis: € 15,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seiten: 222
ISBN: 978-3-902536-52-5
Veröffentlichung: 05/2007
Neue Rechtschreibung
 
Leseprobe:

 

Einleitung


Die Geschichte der Kurden reicht bereits mehrere tausend Jahre zurück. Einige Forscher sagen etwa 2800 Jahre, manche sprechen von 4000 Jahren. Eines ist klar: Im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris wurden im Laufe der Zeit etliche Staaten gegründet und zerstört; bis heute aber haben beide Flüsse und die Kurden überlebt. Die Angehörigen dieses Volkes nannte man in chronologischer Reihenfolge Hurriter (Hurris), Subartus, Gutis, Kassiten (Kusis), Mitannis, Haldis, Urartus, Nairis, Mus¸ kis, Lullubis, Elamiter und Meder, und heute schließlich Kurden. Die Armenier bezeichnen die Urartus, Haldis, Subartus, Mitannis oder Mus¸ kis ebenfalls als ihre Vorfahren. Man sagt, die Kurden wurden erst im zweiten Jahrhundert vor Christus auf Lateinisch Cyrtii (kyrtii – syrtii) genannt. Die Geschichtsschreiber nannten das Land bis zu den arabischen Invasionen Kordu/Karuhi und die Bevölkerung Kardus/Kordus. Nach den Eroberungen haben die Araber sie im gleichen Sinne Ekrad genannt.
 

Die Kurden haben die arabisch-islamischen Invasionen nicht einfach hingenommen. Es kam fast ununterbrochen zum Widerstand gegen die Eindringlinge: Schon 702 wurde unter der Führung Abdurrahmans rebelliert, dann 764 in Mosul, 817 gegen die Abbasiden, 839 gegen Kalif Mu’tasim, 866 wieder in Mosul, 894 unter der Führung Abu Leylis. Wie die Chronisten schreiben, begannen die Aufstände der Kurden fast zeitgleich zu den Eroberungsversuchen der Araber zur Verbreitung des Islams. Daher kann man nicht behaupten, dass die Kurden diese Religion einfach nur übernommen hätten. Über die kurdischen Gebiete drang der Islam nach Anatolien vor, wo Byzantiner und Armenier lebten.
 

Viele alevitische Quellen erwähnen diese Aufstände, so als ob sie gegen das Sunnitentum stattgefunden hätten. Bis zum 13. Jahrhundert kann von einem türkischen Alevitentum in diesen Gebieten noch keine Rede sein. Bis dahin wurden Kurden zum größten Teil zwangsislamisiert. Seitdem sind sie Adoptivkinder des Islams. Wenn man an den Nahen Osten denkt, denkt man automatisch an Kurden, Perser, Araber, Türken und natürlich einige andere, außerislamische Nationen wie Juden, Armenier und so weiter. Unter diesen Völkern sind es allein die Kurden, welche bis heute kein eigenes unabhängiges Land haben, ausgenommen die letzten Entwicklungen in Folge des so genannten Zweiten Golfkrieges. Das Alevitentum ist im Grunde genommen eine Antwort der Kurden auf den Islam gewesen. Aber als neben den Überfällen der Araber auch türkische Invasionen wie Heuschreckenplagen über ihre Gebiete zogen, haben auch einige Türken, darunter Turkmenen, die sich dem Islam nicht nahe fühlten, den alevitischen Glauben angenommen. Sicherlich hat sich diese Entwicklung nicht unkompliziert und geradlinig vollzogen. Hunderte Dynastien, Fürstentümer, Grafschaften, Emirate, feudale Herrschaften und Sultanate sind auf dieser Erde entstanden und wieder untergegangen. Seit ehedem ist Kurdistan ein Kriegsschauplatz etlicher Völker und Nationen. Die Vereinigten Staaten haben in ihrem Krieg in der islamischen Welt nun endlich die Kurden entdeckt, aber über die Aleviten und deren universelle Kräfte und Anziehung wissen sie bestimmt noch nicht genug. Was an Literatur darüber in Europa auf dem Markt ist, entspricht überwiegend der offiziellen Version des türkischen Staates, in der man die „kurdischen Gefahr“ stets umgehen will. Anders lässt sich die Kurdenfeindlichkeit unter türkischen Aleviten nicht erklären. In Wirklichkeit aber haben die Türken diesen Glauben von Kurden übernommen.
 


Es steht zu bedenken, dass die Kurden von der Zeit der Kreuzzüge an, über die Seldschuken oder die so genannten türkischen Eroberungen bis zum Übergang vom Osmanischen Reich zur Republik, um ihr Überleben kämpften. Durch ihre Religion konnten sie nicht ganz assimiliert werden. Dort liegt auch die Lösung. Ohne einen unabhängigen Staat wird es keinen Frieden geben. Besonders die heutigen Kurden agieren bedauerlicherweise noch zu zögerlich. Das heißt, in der Mehrheit stellen sie noch nicht den Mut und die Entschlossenheit unter Beweis, sich klar für ihre Unabhängigkeit auszusprechen und ein freies Land zu verlangen. Die Mitglieder der radikalsten Kurdenbewegung von heute wollen sich immer noch mit den Türken verbrüdern. Im arabischen Teil Kurdistans sind Kurden im Irak an der Macht beteiligt, dürfen mehr als ihre Identität ausleben, wenn dies auch unter dem Bombengewitter islamistischer Nationalisten geschieht. Im syrischen Teil erheben sie sich bei jeder Gelegenheit bereitwillig zur Rebellion und werden jedes Mal brutal niedergeschlagen. Eine kleine Welle von ihnen könnte Assads Herrschaft in Syrien zum Einsturz bringen. Der Iran baut Atomwaffen, schwört, Israel von der Landkarte zu radieren. Stellen Sie sich vor, was diese Regierung ohne eine wachsame Völkergemeinschaft beim nächsten Aufstand mit den Kurden machen würde.
 

Mittlerweile wurden die Kurden über die ganze Erde verstreut. Sie leben in vielen Fällen gezwungenermaßen in der Diaspora. Auch in Europa zählen sie inzwischen mehr als eine Million Menschen. Durch sie haben die Europäer erfahren, was in ihrem Land vorgeht. So lange das Kurdenproblem nicht gelöst wird, haben die Europäer dieses Problem vor ihren Türen. Es ist nicht leicht, die kurdische Nationalbewegung einzuschüchtern oder zu ignorieren. Eine klassische, traditionelle Unterstützungspolitik der herrschenden Staaten im Namen von Handelsbeziehungen, die allein auf mehr Profit ausgerichtet war, hat uns bis heute an sich nichts gebracht außer der Radikalisierung der Sache. Hier in Westeuropa gelten die Kurden nicht einmal als ethnische Volksgruppe. Von der Herkunft sind sie vor dem Gesetz Türken, Iraker, Syrer oder Iraner. Es ist nicht nur offizielle Meinung und These der Regierungen, es ist traurigerweise auch eine in der breiten Bevölkerung angenommene Ansicht. Welcher Kurde macht sich die Mühe, seine vorprogrammierten Nachbarn, Kollegen, Freunde und anderen Mitmenschen aufzuklären, dass er eine ganz andere Volkszugehörigkeit hat? Wenn derjenige selbst ungebildet ist, sich durch billige Meinungsmacher täuschen ließ und es zulässt, dass man ihn wie ein Objekt und nicht wie einen Menschen der modernen Zeit behandelt, was soll man dann machen? So denken viele Kurden und ignorieren es einfach. Die Gebildeten, bestimmt nicht nur Aristokraten, auch die Bürokraten wissen es ganz genau. Dazu gehören auch Politiker, Journalisten, Intellektuelle, Wirtschaftsbosse usw., die kein Gewissen mehr haben oder dieses mit ihrer Seele für ein paar Geldscheine verkauft haben. Sie wissen ganz genau, was in Kurdistan passiert, was mit Kurden heute noch geschieht. Aber sie werden irgendwann von ihren Enkelkindern zur Rechenschaft gezogen werden und für ihre schweigsame Beteiligung verurteilt werden. Wenn sie zurzeit auch keine Strafe gegen sie verhängen, werden sie sich noch nach dem Gefängnis sehnen, denn in Herzen und Vernunft verurteilt zu werden ist tausendmal schlimmer als ein paar Jahre im Knast zu sitzen.
 

Die USA werden von jedem x-beliebigen Bürger des modernen Europas scharf kritisiert. Aber wenn man den Standpunkt der Kurden betrachtet, werden sie die US-Amerikaner doch immer wieder wohl wollend als Freunde der Kurden hervorheben, denn anstatt sie nach westlichen Werten und Vorstellungen als Angehörige einer anderen Nationalität zu behandeln, sei es Türke, Araber oder Iraner, respektieren die Amerikaner sie als Kurden. Natürlich wissen die Kurden aus ihrer eigenen und aus der amerikanischen Geschichte, auf wen sie sich wie weit verlassen dürfen. Es mag sein, dass Amerika die Kurden für seine Nahostpolitik dringend braucht. Wenn diese Freundschaft für Kurden das eigene Überleben bedeutet, warum sollten sie sich dann dagegen wehren? Was haben im Vergleich dazu Europäer bis heute für Kurden getan? Sie haben zusammen mit den Ländern, die über kurdische Minderheiten herrschen, schöne und unproblematische Beziehungen gepflegt und im Einklang mit diesen Staaten Kurden abgeschlachtet, vergiftet, gefoltert, verjagt und am Ende in modernen Metropolen mitassimiliert. Heute versuchen diese Menschen, ohne sich zu schämen, den Kurden den angeblich richtigen Weg zu zeigen. Plötzlich entdecken sie CIA-Flugzeuge, obwohl wir diesen Skandal auch nicht der europäischen Presse verdanken, sondern wieder Amerikanern. Als ob die Europäer nicht mit diesen zusammen den Kurdenführer Öcalan verschleppt hätten! Als sie den wahren Kurden in der Tat gesehen haben, erschraken sie wohl vor sich selbst.
 

Der Westen hat nie daran geglaubt, dass man statt Waffen auch Demokratie exportieren könne. Weil es für sie nicht so viel Gewinn bringen würde, haben sie die Finger davon gelassen. Aber jetzt haben sie das Pulverfass direkt vor ihrer Nase. Eines ist eindeutig klar: Wenn man die Geschichte der Kurden ansieht, wird man besser verstehen, dass Kurden nicht assimiliert werden können. Ein jüdischer Staat wurde erst nach zweitausend Jahren gegründet. Eines Tages wird es auch für Kurden einen solchen unabhängigen, eigenen Staat geben. Solange das nicht geschieht, wird der hausgemachte Terror oder die Gewalt unter einem anderen Namen keine Ruhe geben. Sanftmütig zu prophezeien, die Bewegung werde mit friedlichen oder demokratischen Mitteln ihren Weg zur Befreiung finden, wäre eine glatte Lüge. Sie wird sich noch weiter radikalisieren, sogar teilweise fanatisieren. Der Krieg wird nach Westen übertragen. Aber nicht wie unter der Führung der Geheimdienstler, die einfache und mobilisierte Menschenmengen auf Autobahnen marschieren lassen, damit dieses Volk von den Einheimischen isoliert und kriminalisiert wird. Auch nicht wie in Frankreich, wo es in den Gettos der Vorstädte zu unorganisierten Aufständen kam, sondern noch brutaler und extremistischer als Aktionen der Al-Qaida-Fanatiker. Laut dem deutschen Gesetz darf ein Kurde in diesem Rechtsstaat seinen Kindern heute immer noch nicht einen kurdischen Namen geben. Dieser Staat verbietet es ihm. Aber einen neuen Panzer zu genehmigen, ohne irgendeinen spürbaren Widerstand der Opposition, ist gar kein Problem. Eine solche Vorgehensweise wird auf ewig im Gedächtnis der Kurden weiterleben.
 

Die Kurden wissen ganz genau, welche großen Kräfte in der Region inwieweit damit einverstanden wären, die Machtverhältnisse zu ändern. Aber ob sie es wollen oder nicht, es wird geschehen. Es muss sogar geschehen. Ein Volk, eine Nation kann nicht einfach als kleine Randgruppe betrachtet und behandelt werden. Sonst wird irgendwann ein Einzelner kommen und laute Statements von sich geben, und alle werden ihm hinterherlaufen. Wenn wir Glück haben, wird er nicht sagen: „Tötet und bombardiert dort, wo ihr seid, solange, bis die Freiheit kommt!“, oder: „Bis zur Befreiung sind alle Mittel legitim; tötet für jeden ermordeten Kurden zehn Personen, oder hundert!“ Weil die Kurden nicht nur gegen England kämpften, wird es auch niemals einen kurdischen Gandhi geben. Die türkischen Verhältnisse haben die PKK zur Welt gebracht, Saddam und seine Vorgänger und die persische Unterdrückung haben Talabani und Barzani geschaffen. Die heutigen Umstände und die Schweigsamkeit der Völkergemeinschaft werden eines Tages einen neuen Anführer ins Leben rufen.
 

Kurden werden die EU gebrauchen können, nicht weil sie nicht hineinpassen, sondern weil sie sich davon zumindest ein weiteres Stück für ihr Überleben erhoffen. Demokratie ist ein Gegengift für den fanatischen Islam und für fanatische Unterdrückungspolitik, auch für und in den Ländern, die über Kurdistan herrschen. Dass die Guerillas aus den Bergen als Erste ihre Waffen abgeben, ist ein unrealistischer Traum. Welcher Kurde würde noch glauben, solche kindischen und naiven Erwartungen könnten tatsächlich der Lösung des Kurdenproblems dienen? Westliche Strategen denken zu sehr in militärischen Kategorien: Die Radikalisierung einer Befreiungsbewegung einzudämmen, löst das Problem nicht endgültig. Das Eindämmen hilft nur so lange, bis das Problem sich nicht weiter radikalisiert, doch als Gegenreaktionen erfolgen meistens noch mehr krankhafter Fanatismus und Zerstörung. Kurden und der kurdische Widerstand symbolisieren heute die Werte der Menschlichkeit. In ihrem Namen versuchen Freiheit, Menschenrechte, Brüderlichkeit und Gleichbehandlung zu überleben. Es geht also um diejenigen Werte, die der Staat hier im Westen angeblich offiziell übernommen und vorangebracht hat, die man zur Struktur erhoben hat, die aber nach zwei Weltkriegen und einem Kalten Krieg all ihr Gewicht und ihre Notwendigkeit verloren haben. Den Menschen geht es hier nicht mehr um Werte. Sie haben keine Ziele mehr, außer zu konsumieren, Geld zu haben, zu verkaufen, den eigenen Profit und Urlaub zu machen. Was interessiert es mich schon, was auf dieser Welt passiert? Man lebt schließlich nur einmal. Bloß keine Konfrontation riskieren! – Das ist die Lebensphilosophie des modernen Menschen.
  

Aber die Kurden haben eine andere Prägung erfahren, wie jedes unterdrückte Volk. Sie haben andere Sorgen. Sie nehmen das Leben bitter ernst. Daher sind sie auch bereit, für ihre Freiheit und Unabhängigkeit ihr Leben zu opfern. In jedem Teil des Landes entwickelte sich die Geschichte der Kurden anders. Sie sind von der Sprache, Religion, und der Aufteilung in Stämme unterschiedlich. Aber sie empfinden Ähnliches, wenn sie ein Trauerlied zu hören bekommen, oder lachen gemeinsam über einen Witz von einem schlauen kurdischen Bauern. Die Beschuldigung in Form der Frage, ob die Kurden heute in einem freien Land in Frieden untereinander leben könnten, ist nicht legitim. Das Gedächtnis der Kurden ist wie das eines Elefanten. Sie wissen sehr viel. Der heutige Irak wurde in den 1920er-Jahren an einem Verhandlungstisch von besoffenen Köpfen gegründet. Genauso wurde Syrien Ende der 40er-Jahre von Europäern gegründet. Israel ebenfalls. Alle wurden in kurzer Zeit von der Weltgemeinde anerkannt. Mittlerweile haben sich Anzahl und politisches Gewicht der Kurden in Europa so weit entwickelt, dass sie nicht mehr zu übersehen sind. Die EU ignoriert sie trotzdem, ihre Kinder dürfen ihre Muttersprache im hoch entwickelten Europa immer noch nicht lernen. Wie viele Institute für Kurdologie gibt es an europäischen Universitäten? Warum gibt es keinen europäischen Ismail Bes¸ ikçi, der in der Lage ist, für die Ehre der Menschen, ohne sich zu beugen, die Wahrheit zu sagen und dafür jahrelang im Gefängnis zu sitzen? Kamen die hohen Werte nicht aus dem Westen? Wieso sollten wildfremde Geistesgrößen die kurdische Geschichte an Stelle der Kurden schreiben? Warum sehen sie es als notwendig an, deren Sprache nach eigenem Gutdünken zu lehren, ihre Lieder zu interpretieren, das, was den Kurden gehört, umzuändern? Doch alles nur deswegen, weil sie keinen Ärger mit Türken, Arabern und Iranern haben wollen. Mit welchem Recht, bitte schön? Es ist aber so: Solange die Kurden die Dinge nicht selbst anpacken, ihre Sprache selbst nicht sprechen, ihre Geschichte nicht selbst aufschreiben, ihre Wissenschaft nicht selbst betreiben, ihre Lieder nicht selbst singen, wird es immer jemanden geben, der das für sie tut. Dann haben die Kurden aber auch kein Recht, sich über die Situation zu beschweren. Wer nicht selbst etwas tut, darf nicht andere kritisieren, die etwas tun.
 

Noch gibt es in Deutschland leider kaum eine ernsthafte Organisation oder staatliche Institution, die sich in besonderem Maße mit kurdischer Geschichte und kurdischen Entwicklungsprozessen beschäftigt. Ausgenommen sind irgendwelche Thinktanks oder ähnliche geheimdienstnahe Organisationen. Die so genannten Experten, zum Beispiel Orientalisten, sagen eine ganze Menge, erzählen in vollmundigen Beiträgen, wie das Kurdenproblem gelöst werden könnte. Es ist aber eine Tatsache, von der zurzeit auch Kurden wissen, dass ihre lange Geschichte im Laufe der Zeit nicht nur von Besatzern verfälscht und umgeschrieben wurde, sondern auch in westlichen akademischen Quellen. Aber die Geschichte sagt immer die Wahrheit. Sie ist so mächtig, dass keine Nation oder Regierung sie dauerhaft verdunkeln kann. Daher liegt die historische Lösung des Problems der Kurden nicht vorrangig in der Gegenwart oder der Zukunft, sondern in der Vergangenheit.

 

 

 

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