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- UNICEF
ersucht die Türkei dringend, in kurdischer Sprache zu
unterrichten
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- Von Emma
Ross-Thomas
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- Der
stellvertretende Leiter des „United Nations Children’s Fund“
(UNICEF) ersuchte am Freitag dieTürkei dringend, den Versuch zu
unternehmen, seine kurdischen Kinder in kurdischer Sprache zu
unterrichten, und berichtete, dass internationale Beispiele ergeben hätten,
dass dies den Ausbildungsstandard verbessern würde.
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- Kurdisch
in der Öffentlichkeit zu sprechen war in der Türkei verboten und
obwohl das Verbot für den Rundfunk auf Forderung der Europäischen
Union hin gelockert wurde, stellt es nach wie vor ein heikles
politisches Problem dar.
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- Kul
Gautam, stellvertretender Exekutivdirektor von UNICEF, berichtete, dass
Beispiele aus mehrsprachigen Gemeinschaften in Bolivien und Indien
zeigten, dass Kinder, die zuerst in ihrer Muttersprache unterrichtet
wurden, sich besser entwickelten.
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- „Zumindest,
denke ich, sollte es versucht werden, es sollte ausprobiert werden, weil
die weltweite Erfahrung besagt, dass es hilfreich ist“ erklärte
Gautam in einem Interview.
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- „Dies
mag nicht die Antwort sein, aber es könnte eine Antwort sein, die es
wert ist, bedacht zu werden.
- Eine
Antwort für eine bessere Gesellschaft, bessere Ausbildungsmöglichkeiten,
einen besseren Schulabschluss.“
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- Offizielle
Daten zeigen, dass die Türkei in der Primärstufe eine
Einschreibungsrate von 90% hat, die für die Sekundarstufe auf 55%
sinkt. Die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben liegt bei Männern bei
95% undbei Frauen bei 80%, diese Zahlen schwanken jedoch erheblich
zwischen der wohlhabenden Westtürkei und dem hauptsächlich armen
kurdischen Südosten.
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- Während
in privaten Sprachschulen kurdisch unterrichtet werden darf – eine
indo-europäische Spracheohne Verbindung zum Türkischen – ist türkisch
die einzige Sprache, die in Schulen unterrichtet wird.
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- Über
Jahrzehnte hat Ankara die Existenz der Kurden als eine ethnische Gruppe
nicht anerkannt und die Europäische Union, die im vergangenen Jahr
Beitrittsgespräche mit der Türkei begonnen hat, hat dieTürkei
kritisiert, nicht genug für die Rechte der kurdischen Kultur zu tun.
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- Die
türkische Armee bekämpfte zwischenzeitlich seit 1984 kurdische
Rebellen in den Bergen im Südosten.
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- „Ich
denke, dass dies nicht als eine politische Angelegenheit angesehen,
sondern als eine Angelegenheit, die sehr vorsichtig bedacht werden muss
– als eine Bildungsangelegenheit, eine akademische Angelegenheit“
sagt Dautam.
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- Er
führte auch aus, dass die Türkei, die 4% ihres Bruttosozialproduktes für
Bildung ausgibt, im Verhältnis zu einem Durchschnitt von 5,5% innerhalb
der Europäischen Union, mehr in Bildung investieren sollte.
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- „Dies
sollte nicht als Sozialfürsorge angesehen werden, sondern als eine höchst
wirkungsvolle Investitionin das wirtschaftliche Gedeihen und die
nationale Entwicklung eines Landes und deshalb muss die Türkei mehr
tun.“ (Reuters, 09.07.2006)
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