Newroz-Fest
in Damaskus
Newroz,
Fest der Lebensfreude,
dich
zu feiern, gibt uns Mut,
es
bedeutet, dass wir leben,
immer
noch; und das ist gut.
Wenn
in unserm Heimatlande
Wieder
die Natur erwacht,
Felder
sich mit Grün bedecken,
Wiesen
voller Blumenpracht.
Dann
beginnt für jeden Kurden
Erst
das wirklich Neue Jahr.
Hoffnung
schöpfen dann wir alle,
dass
die Träume werden wahr.
Träume
vom Zusammenleben
Ganz
in Ruhe und in Frieden.
Ward
es bisher unserm Volke
Lange
Zeit nicht mehr beschieden.
Nimmermüde
Mütter nähen
Über
Stoffe stumm gebeugt,
Väter
sorgen, dass das Häuschen
Sich
in neuem Glanze zeigt.
Weiss,
der Freude frohe Farbe,
oder
Lehmgelb wie die Erde,
Azurblau
wie unser Himmel,
dass
es endlich Frühling werde.
Nicht
allein im Erdenschosse
Keimt
die neue, junge Saat.
Nein,
es sei ein Völkerfrühling,
wie
uns oft geträumet hat.
Auch
an jenem bösen Tage,
haben
wir den Tag begonnen,
voller
Freude, voller Hoffnung,
doch,
was haben wir gewonnen?
Alle
Wege, alle Strassen,
die
uns zu dem Festplatz führen,
liess
man sperren, uns zu wehren
und
mit Fleiss verbarrikadieren.
Harte
Arbeit, langes Sparen
Oh,
umsonst war alle Freude.
Gut
geplant war diese Abwehr,
dass
ein jeder Kurde leide.
Schlichte
Umkehr wäre feige,
denn
wir müssen und doch wehren
vorm
Palast der Republik,
riefen
wir,was wir begehren.
„Herr
Assad, wir bitten Euch,
lass
uns unser Newroz-Fest“
stundenlang
liess man uns rufen,
wie
man Bettler stehen lässt.
Panzer
rollten an in Massen,
und
sie rückten auf uns alle..
Helikopter
liess man kreisen
Und
wir waren in der Falle.
Doch
hinzu kam unerwartet
Noch
ein fester Aussenkreis
von
bestellten Autobussen,
Was
bedeutet das, wer weiss?
„Schickt
uns einen Unterhändler
rief
ein Offizier der Truppen
„Das
ist uns schon einerlei.“
Sie
wollen mit uns verhandeln?
Scheinbar,
denn so war es nicht.
Als
sich zwei bereit erklärten,
da
begann das Strafgericht.
Schüsse,
einen Unterhändler
Brachten
sie sofort zur Strecke.
Hielten
ihn wohl gar für wichtig,
Feige
Schützen in der Hecke.
Hört
ihr, wie die Schüsse peitschen
Mitten
in die Menschenmassen,
viele
Kinder auch darunter
manches
musst sein Leben lassen.
Viele
wollten nun nach Hause,
die
Verwundeten zu bergen.
Doch
sie liessen uns nicht gehen,
hasserfüllte,
feige Schergen.
Alle,
die sie fassen konnten,
wurden
in den Bus gezwängt,
in
Damaskus und Umgebung
in
Gefängnisse gedrängt.
Ein
Jahr später, hört ihr Leute,
hiess
es, feiern dürften wir.
Doch
das „ Newroz“ sei verboten,
„Muttertag“
das könnten wir.
Im
Irak heisst`s „Fest der Bäume“
Einen
Aufstand fürchten sie.
Angst
raubt ihnen Schlaf und Ruhe,
ihr
Sieg war das damals nie.