Dr. Zorab Aloian

Poetische Übersetzung von Felix Quadflieg 

Wie wahr

 

Die Sonne versank zwischen Ziegeln und Steinen

In Diyarbakir und Arbil.

Mit hängenden Kopf läuft der Schatten

des linken Revolutionärs herum.

Kein Zweifel, er war ein Linker. Früher.

Heut’ aber packt er eine neue Idee in seine Feder:

„Frieden mit den Wölfen!

Frieden mit den Fliegen,

mit Bomben und Napalm

um Ahrimans willen!“

Der Schatten des linken Anführers zeigt den Guerillas den Rücken.

Um sich den Alten auf den Bazaren zuwenden zu können!

Den unsterblichen Aghas und Scheichs versichert er seine Treue über Computer

 

Nacht hüllt die Erde in Finsternis.

Der Schatten des Linken ist unsichtbar jetzt,

den das Grau lässt die Schwärze verschwinden.

 

Beim Anbruch des neun Tags wird ein neuer Revolutionär den Weg

Der Freiheit mit dem Blut des Volkes besprengen.

Und ein betrübter Sänger wird die alte Leier wiederholen:

„Es war einmal,

da gab es kein anderes Volk,

das so naiv war wie die Kurden...!“

 

Wie wahr, wie wahr!!!

 

 

 

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